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TBX Export & Import – Terminologie zwischen Tools austauschen

TBX (ISO 30042) ist das Standardformat für Terminologieaustausch. In der Praxis entscheiden Sprachcodes (xml:lang), Status-Mapping und Feldzuordnung, ob beim Import wirklich das ankommt, was du exportiert hast.

TBX-Serie: von einfach zu praxisnah

  1. Überblick
  2. Aufbau verstehen
  3. Welche Informationen TBX transportieren kann
  4. Export & Import in der Praxis (diese Seite)

TBX ist selten das Problem. Das Problem sind meistens die „kleinen“ Dinge: ein Sprachcode zu viel, ein Status zu wenig, ein Feld ohne Mapping. Diese Seite ist dafür da, dass du TBX-Transfers planbar hinbekommst – ohne Trial-and-Error-Marathon.

Typische Austausch-Szenarien

Warum „TBX rein“ nicht automatisch „TBX raus“ bedeutet

Unterschiedliche Tools unterstützen unterschiedliche TBX-Profile und Datenkategorien. Ergebnis: Ein Tool importiert Definitionen, ein anderes ignoriert sie; eines kennt drei Statuswerte, das nächste fünf. Das ist normal – man muss es nur vorher einkalkulieren.

Die drei häufigsten Stolpersteine

1) Sprachcodes (xml:lang) passen nicht

Ein Klassiker: Export liefert en, Zieltool erwartet en-US (oder umgekehrt). Lösung: Sprachcodes einmal definieren und konsequent durchziehen.

2) Status ist nicht gemappt

Wenn Statuswerte nicht sauber zugeordnet sind, wird aus „bevorzugt“ plötzlich „irgendwie erlaubt“ – oder alles landet als „neutral“. Lösung: Status-Mapping schriftlich festlegen (und testen).

3) Feldmapping fehlt

Daten können in der TBX-Datei korrekt stehen – und trotzdem beim Import verschwinden, weil das Zieltool kein Feld dafür hat oder das Mapping nicht gesetzt ist. Lösung: mit einem Testdatensatz anfangen und Import-Logs/Reports prüfen.

Ein robustes Minimal-Set für stabile Transfers

Checkliste: TBX-Transfer in 7 Schritten

  1. Ziel klären: Wer nutzt die Daten – und wofür genau?
  2. Minimal-Set festlegen: welche Felder müssen zwingend mit?
  3. Sprachcodes definieren: z. B. de-DE / en-US – und dann überall gleich.
  4. Status-Mapping festlegen: bevorzugt/alternativ/abgelehnt (oder Tool-Varianten).
  5. Testexport bauen: klein, aber realistisch (mit Sonderfällen).
  6. Import prüfen: Stichproben + Status + Definition + Duplikate.
  7. Regeln dokumentieren: damit der nächste Export nicht wieder „neu erfunden“ wird.

Weiterführende TBX-Themen

Fazit

TBX macht Terminologieaustausch deutlich entspannter – wenn du die Spielregeln vorher festlegst: Sprachcodes, Status-Mapping, Feldzuordnung. Dann wird aus „Wir probieren mal“ ein stabiler Workflow.

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