TBX Export & Import – Terminologie zwischen Tools austauschen
TBX (ISO 30042) ist das Standardformat für Terminologieaustausch. In der Praxis entscheiden Sprachcodes (xml:lang), Status-Mapping und Feldzuordnung, ob beim Import wirklich das ankommt, was Sie exportiert haben.
TBX-Serie: von einfach zu praxisnah
- Überblick
- Aufbau verstehen
- Welche Informationen TBX transportieren kann
- Export & Import in der Praxis (diese Seite)
TBX ist selten das Problem. Das Problem sind meistens die „kleinen“ Dinge: ein Sprachcode zu viel, ein Status zu wenig, ein Feld ohne Mapping. Mit einer klaren Vorbereitung werden TBX-Transfers planbar und reproduzierbar.
Typische Austausch-Szenarien
- Termbank → CAT-Tool: Terminologie wird beim Übersetzen automatisch angezeigt.
- CAT-Tool → Termbank: neue Vorschläge kommen zurück und werden geprüft.
- Termbank → Redaktion/CCMS: Autoren schreiben konsistent, ohne ständig nachzufragen.
- Partner → Unternehmen: Terminologie wird übernommen und harmonisiert.
Warum „TBX rein“ nicht automatisch „TBX raus“ bedeutet
Unterschiedliche Tools unterstützen unterschiedliche TBX-Profile und Datenkategorien. Ergebnis: Ein Tool importiert Definitionen, ein anderes ignoriert sie; eines kennt drei Statuswerte, das nächste fünf. Das ist normal – man muss es nur vorher einkalkulieren.
Die drei häufigsten Stolpersteine
1) Sprachcodes (xml:lang) passen nicht
Ein Klassiker: Export liefert en, Zieltool erwartet en-US (oder umgekehrt).
Lösung: Sprachcodes einmal definieren und konsequent durchziehen.
2) Status ist nicht gemappt
Wenn Statuswerte nicht sauber zugeordnet sind, wird aus „bevorzugt“ plötzlich „irgendwie erlaubt“ – oder alles landet als „neutral“. Lösung: Status-Mapping schriftlich festlegen (und testen).
3) Feldmapping fehlt
Daten können in der TBX-Datei korrekt stehen – und trotzdem beim Import verschwinden, weil das Zieltool kein Feld dafür hat oder das Mapping nicht gesetzt ist. Lösung: mit einem Testdatensatz anfangen und Import-Logs/Reports prüfen.
Ein robustes Minimal-Set für stabile Transfers
- conceptEntry-ID (damit Updates möglich sind)
- xml:lang (konsistent)
- Term
- Status (klar gemappt)
- Definition (wenn das Zieltool sie unterstützt)
Checkliste: TBX-Transfer in 7 Schritten
- Ziel klären: Wer nutzt die Daten – und wofür genau?
- Minimal-Set festlegen: welche Felder müssen zwingend mit?
- Sprachcodes definieren: z. B. de-DE / en-US – und dann überall gleich.
- Status-Mapping festlegen: bevorzugt/alternativ/abgelehnt (oder Tool-Varianten).
- Testexport bauen: klein, aber realistisch (mit Sonderfällen).
- Import prüfen: Stichproben + Status + Definition + Duplikate.
- Regeln dokumentieren: damit der nächste Export nicht wieder „neu erfunden“ wird.
Fazit
TBX macht Terminologieaustausch deutlich zuverlässiger – wenn Sie die Spielregeln vorher festlegen: Sprachcodes, Status-Mapping, Feldzuordnung. Dann wird aus „Wir probieren mal“ ein stabiler Workflow.
Transfer mit realen Daten prüfen
TBX-Workflows mit flashterm besprechen
In einer Demo können wir Zielsystem, Feldmapping und die Anforderungen an Ihren Austausch gemeinsam betrachten.